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ARCHIV 2010


zum 24. Dezember 2010

Liebe Internetgäste,
 
draußen liegt Schnee. Wir haben es warm in unseren vier Wänden und die Arbeit wird spürbar weniger. Wir haben Zeit um innezuhalten, Freunde und Familie zu treffen und uns selbst etwas Gutes zu tun. Wir machen mal ein Mittagsschläfchen, lesen, nehmen heiße Bäder, gehen aus – und ordnen das nun zu Ende gehende Jahr.
Wir atmen auf. Wir rücken zusammen.

Liebe Freunde,
wir wünschen Euch von Herzen eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit, in der ihr viel Muse für Körper- und Seelenpflege habt und ihr Kraft für den schnellen und lauten Alltag schöpfen könnt. Im Neues Jahr sollen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit Eure stetigen Begleiter sein. Wir danken Euch für Eure Unterstützung und Euer Wohlwollen und hoffen auf zahlreiche fröhliche Begegnungen im Jahr 2011.

Habt eine gute Zeit!

Eure Gasswiesler
Fredi und Silvia



03. Dezember 2010

Liebe Internetgäste,

wir beherbergen einen Obermieter, einen Steinmarder.
 
Nach kurzer Diskussion entschlossen Fred und ich uns dazu, gelassen zu bleiben.
Wir treffen keine Abwehrmaßnahmen und fürchten nicht, dass er uns die Dachisolierung auffrisst.
Schließlich kann das possierliche Tierchen in Unmengen von putzigen Nagetieren schwelgen, da sich die Hofkatze derzeit lieber am Hundefutter bedient, anstatt zu Mausen. Ich versteh's irgendwie, es ist saukalt und Jagen verbraucht jede Menge Energie.
 
Ein anderes Kaliber ist da unser Marder! Abends, wenn wir im Büro noch Rechnungen schreiben, Konten für Transferzahlungen in die Schweiz vorbereiten und mit Hilfe des Internets Immobilien im Ausland kaufen, hören wir, wie "Steini" munter wird und seine Schlafstatt verlässt. Ein beschwingtes "trapptrapp" auf dem Dach kündigt die allnächtliche Jagdzeit an. Man kann die Sonnenuhr nach ihm stellen!
 
Zeit für uns, die Geldgeschäfte ruhen zu lassen, ein Steak in die Pfanne zu hauen und mit einem Bierchen auf die Erfindung der Tiefkühltruhe anzustoßen.

Denn ihr haben wir es zu verdanken, dass wir nicht wie Obelix ständig darauf achten müssen, dass der Wildschweinnachschub klargeht. Wir schlummern nachts in kuschligen Betten und wildern keine Rehe. Völlig stressfrei dampft trotzdem mittags ein deftiger, energiereicher Rinderbraten auf dem Tisch.

Einzige Voraussetzung für die Bequemlichkeit: die Tiefkühltruhe will gefüllt werden: Am besten mit leckerem Bio-Rindfleisch vom Hof Gasswies!

Dazu gibt's auch für Euch bald wieder Gelegenheit. Bei Interesse bitte melden!
 
Schöne Grüße
Eure Silvia


20. November 2010


Meine Lieben!

Liebe Internetgäste,

das sind die schönen Momente im Leben!
 
Die Töpfe und Teller sind nach einem genussvollen Mittagessen leergeputzt.
Die Lieben halten sich ihre wohlgefüllten Bäuche und strecken die Beine (mit einem leichten Seufzer) unter dem schön dekorierten Esstisch aus.
Alle blicken sie der Köchin zärtlich in die Augen und versichern ihr, selten ein derart wohlschmeckendes, mit so viel Raffinesse zubereitetes Mahl verspeist zu haben.
Die Köchin ist gerührt, senkt etwas verlegen den Blick und wischt sich die Hände an der Schürze ab. Sie will schon der Küche zueilen, um das Geschirr abzutragen, als das Jüngste sie bittet, sich wieder hinzusetzen. Es wird heute den Küchendienst übernehmen.
 
Plötzlich erhebt sich der Ehemann von seinem Platz am Kopfende. Ein Raunen geht durch den Raum, dann kehrt Stille ein. Er räuspert sich.
 
Fred überreicht seiner Gattin einen Strauß roter Rosen – und flüstert: "Liebe geht durch den Magen!"
  
Verehrte Kunden, träumen wir weiter!

Aber ich darf Euch trotzdem unser Rindfleisch empfehlen!
In leckerer Bio-Qualität und deshalb geeignet, um das eine oder andere Kompliment für den Koch / die Köchin herauszuschinden. Bei Interesse bitte melden!

Eure Silvia


Oktober / November 2010


Und Luddi sprach: "Es werde Licht!"

Liebe Internetgäste,

alles hat seine guten Seiten, auch ein Dachschaden.

Ein Sommersturm wehte einige Elemente unserer Stall-Lichtkuppe über alle Berge. Die Kühe konnten deswegen zwar den nächtlichen Sternenhimmel bewundern – verlangten aber bald nach Strickjäckchen und Regenmänteln.

Schnell war klar: reparieren ließ sich der Schaden nicht mehr, die Platten mussten ersetzt werden. Blöd, da dies ein sehr kostenintensives und arbeitsreiches Unterfangen darstellte, das zugleich unseren ganzen Hirnschmalz forderte. Die zu lösende Aufgabe war, dem Uralt-Haltesystem nigelnagelneue Kunststoffplatten anzupassen. Wir waren kurz davor zu scheitern, da ritt unser Freund Jochen alias "Luddi" auf seinem weißen Ross (einem gut gepflegten VW Passat) daher – und rettete uns. Über eine Woche seiner Semesterferien hat er in unserer Werkstatt gebogen, genietet und geschweißt. Aus reiner Nächstenliebe. Wahnsinn, oder?

Wir sind zwar noch nicht ganz fertig mit der Montage, aber das Ergebnis kann sich bereits jetzt sehen lassen. Der Stall wird künftig viel heller sein – was bei unseren "Mädels" an trüben, nebligen Tagen garantiert die Stimmung hebt. Und auch das Arbeiten wird NOCH mehr Spaß machen.

Ende gut, alles gut!


15. Oktober 2010

Liebe Internetgäste,

der Herbst ist da, das Gras wird knapp auf den Weiden. Also öffnen wir den Hausacker für die Milchkühe, damit sich diese auch jetzt den Pansen mit bestem Futter vollschlagen können.

Ich hab's gern, wenn die Kühe nah beim Haus sind. Während ich im Büro sitze, kann ich so beobachten, was die Mädels den ganzen Tag treiben: dösen, Futterhochrülpsen und Wiederkäuen (wirkt auf mich sehr beruhigend!), rumschlägern, das beste Blatt der Welt suchen, vielleicht einen kleinen Ausbruchversuch wagen .... sie sind halt schon herzig, wenn sie zwischen Sonnenblumen rausgucken und mit gutem Appetit vor sich hinschmatzen!

Für die Kühe ist auf dem Hausacker viel "Action" geboten! Da die Fläche nahe an der Kreisstrasse liegt, führen sie regelmäßig Verkehrszählungen durch. Sie schließen Wetten ab, wie viele Fässer Gülle Fedor heute auf die Felder ausbringt und sie haben häufigen Blickkontakt zu ihrem geliebten Bauern Fred. Jedes Mal, wenn der sich ins Haus schleicht, um einen Milchkaffee zu trinken.

Interessant auch, die Spaziergänger, die vorbeikommen (vielleicht sogar mit Hund!) oder die Begegnung mit Ross und Reiter!

Heiß geliebt haben unsere Kühe auch die Ländler, die Simon mit seinem Akkordeon spielte! Er lockte sie von der hintersten Ackerecke zu sich an den Zaun. Ganz schön musikalisch, sowohl Simon – als auch Martina, Rosi und Konsorten!


02. Oktober 2010

Liebe Internetgäste,

halleluja! Wir schlachten wieder - die Sommerpause hat ein Ende!
 
Nicht, dass wir uns danach sehnen, Kisten mit Rindfleisch zu schleppen.
Oder Entzug nach den langen Unterhosen, Angorahemdchen und Wollmützen haben, die uns den Tag im Kühlraum aushalten lassen.
Entbehren können wir auch die Fleischkäs'wecken, die Schokoriegel und den Thermoskannenkaffee, die am Fleischausgabetag unsere Grundversorgung sicherstellen.
 
Wir freuen uns vielmehr mächtig darauf,

Euch wieder (hoffentlich) lustige Rindfleischmails zu schicken, auf die Ihr sofort anspringt,

Euch gutes Bio-Fleisch zu bieten und den Schnellsten das heiß begehrte Rinderfilet gleich einem großen, goldenen Pokal zu überreichen,

Euch wiederzutreffen und auf viele nette Begegnungen rund um das Grießener Schlachthüsli

- und den ganzen Winter mit einem prall gefülltem Geldbeutel herumzulaufen.
 
(hahaha!)
 
 
Bei Interesse bitte melden!
 
Schöne Grüsse - auch von unseren vorfreudigen Hunden, für die nun die guten Zeit mit fetten Abschnitten und sehnigen Resten anbricht –
 
Eure Gasswiesler
Fredi und Silvia


01. Oktober 2010

Liebe Internetgäste,

Simon, gelernter Landwirt aus Bayern, ist unser neuer Mitarbeiter.
Und das ist gut so!

Mit seiner Fröhlichkeit bereichert er das Hofleben, er hat ein Händchen fürs Vieh (die Milchkühe sind verknallt!) und ist der Inbegriff der Zuverlässigkeit.
Fred und ich dürfen uns jetzt schon auf eine Reise im Dezember nach Burgund freuen: Simon macht's möglich.

Da fällt mir ein:
"Urlaub machen ist immer gefährlich, weil sich vielleicht herausstellt, dass man keine Lücke hinterlässt."

Vic Bradley


27. September 2010

Liebe Internetgäste,

Verstärkung! Jimmy aus Rumänien hilft bei der Apfelernte – und wir alle üben uns in Pantomime. Kampf der Sprachbarriere!


19. September 2010


Bhaskar H. Save, Bio-Pionier und Träger des "One World Lifetime Achievement Award"

Liebe Internetgäste,

heute war ein besonderer Tag!

Martin Ott, Biobauer und Allroundgenie aus CH-Rheinau, lud uns ein dabei zu sein, als er Mr. Bhaskar H. Save über sein Hofgut führte. Anschließend bestand die Möglichkeit, in einem sehr kleinen Rahmen mit dem Gast aus Indien ins Gespräch zu kommen.

Mr. Save ist eine würdevolle, freundliche Persönlichkeit und einer der bedeutendsten Botschafter des Öko-Landbaus in Indien und darüber hinaus. Die Selbstverständlichkeit, mit der Mr. Save schon seit Jahrzehnten im Einklang mit der Natur und voller Respekt für alles Lebendige sein Land bewirtschaftet, hat uns zutiefst beeindruckt. Er wird nicht umsonst der "lebende Gandhi der natürlichen, ökologischen Landwirtschaft Indiens“ genannt.

Zwei Tage vor unserer Begegnung wurde Bhaskar H. Save der "One World Lifetime Achievement Award" für sein Lebenswerk in Legau / Allgäu verliehen. "Die Zielsetzung des Preises basiert auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Der "One World Award" wird an Menschen verliehen, die mit besonderen Leistungen zeigen, dass Globalisierung in der Tat mehr bedeuten kann als Profitmaximierung auf Kosten der überwiegenden Mehrzahl der Weltbevölkerung."

Mehr Infos unter www.rapunzel.de


• 17. September 2010

 

AKTION AUF DER LANDESGARTENSCHAU
 
"Ein Heim für Kuh Ingrid" – Kinder bauen Land(wirt)schaft

Begleitet von Silvia Rutschmann, Landschaftsarchitektin, Klettgau

Nur sehr wenige Stellen unserer natürlichen Umwelt sind nicht von Menschen beeinflusst. Wälder, Streuobst, Trockenrasen, Wiesen und Weiden sind Ergebnis land- und forstwirtschaftlicher Nutzung. Besonders die kleinbäuerliche Landwirtschaft sorgt für eine Kulturlandschaft, die wir als struktur- und erlebnisreich empfinden und die uns als wertvoller Erholungsraum dienen.

Dem anhaltenden Wandel in der Landwirtschaft folgt ein "neues" Landschaftsbild. Dies gilt im besonderen Maße für die Region des Schwarzwalds und ist vielerorts deutlich spürbar. Kinder erleben gemeinsam mit der Kuh Ingrid, die Heldin einer spannenden Geschichte, diese Veränderung. Es wird erzählt von Ingrids Eindrücken und Erlebnissen auf der Reise zur Gartenschau. Von ihren kleinen Sorgen und großen Freuden. Hier auf der Wiese beim Treffpunkt Baden-Württemberg hat sie ihr neues Heim gefunden, das wir ihr mit vielen unterschiedlichen Naturmaterialien schmackhaft machen und gemütlich einrichten werden. Kleine Handwerker, Jungbauern, Tierpsychologen in spe und Nachwuchskünstler sind herzlich willkommen.

Datum / Uhrzeit:
17.09.2010, 14:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Landesgartenschau Villingen-Schwenningen
Treffpunkt Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen
Veranstalter: Architektenkammer-Baden-Württemberg
Telefon: 0711/22196-144
Email: Rademacher@akbw.de


25. August 2010


So schön lacht man in Italien, Österreich, Frankreich – und Klettgau!

Liebe Internetgäste,

eine kleine (aber feine) Gruppe sehr interessierter Jugendlicher besuchte uns im Rahmen des Projekts "Think Green". Elf Tage campten die jungen Leute in einem Zeltlager in Erzingen, betreut von Jugendsozialarbeiter Lars Kiefer. Man beschäftigte sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz: Ausflüge zu einer Solarsiedlung, einem Bioenergiedorf und einem Solarpark wurden unternommen – und auf dem Hof Gasswies informierten sich die Jugendlichen über Öko-Landbau. Unsere erste Hofführung auf Englisch: Gut, dass kein Engländer dabei war...


10. August 2010

Liebe Internetgäste,

das wollen wir Euch nicht vorenthalten: einen Blick in Freds gut sortierte Werkstatt!
Um genauer zu sein, in eine seiner Schubladen, in der allerlei Krimskrams Platz gefunden hat. Wohl genau richtig, um die eigene Brut großzuziehen!

Dreistes Mäusepack!


Sommer 2010


Ferienkinder Thea und Stella

Liebe Internetgäste,

eine besonders schöne Seite des Sommers: wir haben knuffige Gäste!

Kinder aus Familie und Freundeskreis kommen zu Besuch, haben Spaß am Landleben, verlieben sich in unsere Tiere und Silvia hat endlich Opfer, denen sie abends stundenlang vorlesen kann. Bis der Schlaf siegt oder die Ohren bluten.


Die Kinder des "Jungen Klettgauer Sommers", ein Ferienprogramm der Gemeinde Klettgau.

Dieses Jahr haben auch die JuKS-Kinder vorbeigeschaut. Wir haben gemeinsam Kühe gemolken, standen barfuss in Kuhfladen, unternahmen eine Rechberg-Rundfahrt mit dem Traktor, brieten Würstchen und veranstalteten ein Hof-Quiz.


We are family!

Ein weiterer Höhepunkt: der Besuch unserer Ex-Praktikantinnen Clara und Rabea aus Münster. Mittlerweile fühlt es sich an, wie ein Familientreffen!




• 11. Juli 2010

Liebe Internetgäste,

die Damen und Herren Bundestagsabgeordnete treten ihren Urlaub an. Das Sommerloch mit Nachrichtenmangel und obligatorischem Sommertheater kann seinen Lauf nehmen.
Ein hervorragender Zeitpunkt, um den Blick von der Hauptstadt in die Provinz nach Rechberg zu richten und darüber zu informieren, was sich in den vergangenen Wochen auf unserem Bauernhof so alles zugetragen hat. Gearbeitet wird hier wie dort wohl eher selten, sagt man!

Viel Spaß mit der Sommerausgabe des "Berichts zur Lage der Nation auf Hof Gasswies".

Eure Bundesbauernpräsidentin der Herzen
Silvia




Ernte der Gerste zur Saatgutvermehrung

• 10. Juli 2010

Liebe Internetgäste,

da musste ich Maschinenmuffel vierzig werden, um eine Mähdrescherfahrt mitzumachen.
Hätte ich früher tun sollen!

In so einem stählernen Monstrum überblickt man von der erhabenen Fahrerkabine aus sowohl Landschaft als auch Geschehen, ist ganz nah dran an der Ernte – und verliert doch den Bezug zum Acker. Es herrschen angenehmste geregelte Temperaturen, während draußen am Feldrand der rotköpfige Fred aufgrund der Hitze beinahe kollabiert. Ein sanftes Schaukeln des gut gepolsterten Beifahrersitzes und das leise Brummen des Motors wiegen jedes Baby in den Schlaf. Das Unterhaltungsprogramm ist beeindruckend: das Korn wird blitzblank und rasend schnell mit hübsch lackierter Technik gedroschen und unzählige Bussarde und Milane ernten in waghalsigen Sturzflügen die aus dem Acker aufspringenden Heuschrecken und verfallen einem Jagdrausch. Sie sind die Helden des Tages!

Wenn Ihr auch einmal Mitfahren wollt: wir legen ein gutes Wort beim Maschinenführer für Euch ein!




Spektakulärer Feldhäcksler und Kipper

• 08. Juli 2010

Liebe Internetgäste,

die Getreideernte beginnt.

Fred, Meister des Ackerbaus und der Fruchtfolge – ich bewundere deine Kreativität! Heute lassen wir das Luzerne-Rotklee-Roggen-Gemenge (!) häckseln, das als Winterfutter für die Milchkühe dient.

Abends ist das Silo voll. Wenn man das Ganze, wie zu Opas Zeiten, mit der Sense hätte ernten müssen .... ohwehoweh! Beim Anblick dieser Ingenieurskunst steht mir immer wieder der Mund offen. Ein Moment, den mein Liebster zu schätzen weiß.




Erstklässler der Grundschule Grießen

• 08. Juli 2010

Liebe Internetgäste,

so netten und interessierten Besuch zu bekommen, ist ein großes Vergnügen!

Die Klasse 1a (der Name ist Programm!) und ihre fröhliche Lehrerin Susi Schänzle verbringen ein paar schöne Stunden mit uns. Beinah ausnahmslos alle Kinder versuchen sich am Melken – und "kitzeln" etwas Milch aus den Zitzen der geduldigen Kühe Ines und Angela. Zur Krönung gibt's von den Kindern ein selbstgemaltes Bild mit lustigen Kühen auf einer grünen Weide als Abschiedsgeschenk!




Großeinsatz nach Jahrhundertregen

• 17. Juni 2010

Liebe Internetgäste,

Land unter!

Die Himmelsschleusen öffnen sich und innerhalb von drei Stunden gehen unglaubliche 124 Liter Regen auf Rechberg nieder (durchschnittlich 950 Liter / qm / Jahr).

Im Gegensatz zu vielen anderen Dorfbewohnern haben wir weder in Haus noch Stall Schäden zu beklagen. Allerdings baggern wir zwei Tage lang den eingeschwemmten Kies von Hofplätzen, Wegen und Straßenbanketten aus unseren Wiesen.

Als das geschafft ist und das Wetter endlich ein paar Tage trocken bleibt, ernten wir das Heu.





• 10. Juni 2010

Liebe Internetgäste,

ein neues "Bilderbuch" ist eingestellt!

Es gibt ab sofort neben Kühen in allen Variationen, Klettgau-Impressionen, Aufnahmen von Kunstaktionen und Besucher-Schnappschüssen auch eine kleine Fotodoku zur Entstehung unserer Außenanlage zu sehen. Weitere Pflanzenbilder folgen!





• 6. Juni 2010

Liebe Internetgäste,

uahhhhhhhh – Begegnung der vierten Art!

Nein, ohne Witz, da haben wir richtig Spaß dran!
Der Hof bietet nicht nur uns ein Zuhause, auch allerhand Getier hat Unterschlupf gefunden.

Im Brunnen vor dem Haus gammelt eine Kröte herum (oder ist es gar eine Unke?), am Stallsockel hängt eine (Zweifarb)Fledermaus, nachts treibt ein Marder die Hunde fast in den Wahnsinn und die bunten Stieglitze, die sich an den Samen der Wiesenblumen bedienen, sehen aus, als wären sie aus einer Voliere ausgebrochen. Auch scheint die Zahl der Schmetterlinge zuzunehmen, wir verfangen uns tagein tagaus an Spinnennetzen und das Insektenhotel beherbergt neuerdings ein Wespennest. Die Liste der Untermieter und Kostgänger ist mit Igel, Fuchs, Reh, Wiesel und Hase fortzusetzen – leider sind dieses Frühjahr keine Schwalben in den Stall eingezogen.

E kommt immer wieder zu überraschenden, Herzstillstand verursachenden Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Heute morgen sah ich (ich bin mir fast sicher) beim Misthaufen eine Ratte. Jetzt hört der Spaß auf.




Fedor

• 4. Juni 2010

Liebe Internetgäste,

darf ich vorstellen: Fedor – unser Gehilfe für den Sommer.

Bevor der Gurtweiler im Herbst eine feste Stelle als Lastwagenfahrer antreten wird, hilft er uns bei der Hof- und Erntearbeit. Er ist der geborene Maschinist: umsichtig, beständig und zuverlässig - und hat Spaß bei der Arbeit! Fedor dürfte ruhig ein bisschen länger bleiben....





• 31. Mai 2010

Liebe Internetgäste,

Teufel aber auch! Die Gasswies-Frauenquote sinkt wieder!

Isa verlässt ihre erste Gesellenstelle und zieht weiter nach Österreich. Sie erweitert künftig ihren Horizont in Sachen Gemüsesaatgut-Züchtung, nachdem sie bei uns Einblick in "saisonales Abkalben" und "muttergebundene Kälberaufzucht" genommen hat. Sie unterstützte uns ein Dreivierteljahr nach Kräften: dafür danken wir herzlich!

Wir wünschen Isa für ihren weiteren Lebensweg viel Glück und alles Gute!


Raspel, der schwarze Kater von Isas Schwester, bleibt allerdings bei uns. Er bekam in Karlsruhe den Stadtkoller und verlegte deshalb kurzerhand seinen Wohnort ins ländliche Rechberg. Raspel ist besonders innig mit Lilli, unserer jungen Hündin befreundet. Oder verbindet die beiden gar die große Liebe? Ob die zwei Turteltauben die Artenschranke knacken und wir demnächst mit einem miauenden, schwanzwedelnden Mischwesen die Welt der Biologie aufmischen, bleibt abzuwarten.




Fred gibt alles!

• 08. April 2010

Liebe Internetgäste,

sex sells!

Reklame mit viel nackter Haut ist das Mittel Nummer Eins zur Steigerung des Umsatzes und des Bruttosozialproduktes insgesamt.

Streicht eine Bikinischönheit galant mit einem Damenrasierer über ihre haarlosen Beine, knabbert ein appetitlicher Lederhosenbursche (ohne Hemd aber mit Muskeln) ein sinnliches Vanilleeis mit knusprigen Schokostückchen oder räkelt sich ein adrettes Paar in knappen Hausanzügen auf der XXL-Designercouch – dann zücken wir unsere Geldbörsen und reißen das beworbene Produkt dem netten Einzelhändler von nebenan aus den Regalen.

Da wir vom Hof Gasswies auch nicht von vorgestern sind, bedienen wir uns ebenfalls der bewährten Werbestrategie – und ziehen uns aus!
Zumindest so weit, wie es dörfliche Sitte und Anstand zulassen. Wir rufen Euch mit kokettem Augenaufschlag und verführerischem Lächeln zu:

Es gibt wieder zartes Bio-Rindfleisch! Zum Anbeißen schön.

Bei Interesse bitte melden!




Die Klasse 4 präsentiert uns das Gelernte zum Thema Wildbienen!

• 29. März 2010

Liebe Internetgäste,

das Projekt "Insektenhotel" findet seinen Abschluss.

Als Dank an alle beteiligten Schüler, Lehrer und Eltern für ihr gelungenes Engagement werfen wir den Grill an und laden auf ein Würstchen ein.
Die Grundschüler klären uns in einem aufschlussreichen Vortrag über die künftigen Bewohner auf – und siehe da: der Plan geht auf. Bald sieht's so aus:


Die ersten Brutzellen sind besetzt.

Eine spannende Sache: Die Insekten fliegen an sonnigen, warmen Nachmittagen die Niströhren an, verschwinden für einige Zeit darin, kriechen, nachdem sie ihre Eier abgelegt haben, heraus und schaffen dann in vielen Anflügen Futter und zuletzt Verschlussmaterial (Lehm?) heran. Deckel draufsetzen, das war's – die Nachkommen sind bis zum Schlupf gut versorgt.

Wahrscheinlich machen die Tierchen nach der ganzen Plackerei erst mal ordentlich einen drauf.




Die einen machen "Schmusi-Schmusi", die anderen hüpfen wie toll: Frühlingsgefühle.

• 28. März 2010

Liebe Internetgäste,

es ist doch noch wahr geworden: der Frühling kommt!
Die Ställe sind leer, das Vieh genießt auf den Weiden die ersten warmen Sonnenstrahlen und der Bauer nimmt die Bäuerin in den Arm.

Das Leben ist schön!



Dem Vogel ein Nest, der Spinne ein Netz, dem Menschen – Freundschaft. (William Blake)

• 27. März 2010

Liebe Internetgäste,

Rabea und Clara sind heimgekehrt! Unsere zwei Ex-Praktikantinnen vom vergangenen Sommer haben einen Teil ihrer Osterferien bei uns verbracht. Wir hatten auch diesmal eine ausnehmend schöne Zeit miteinander: Kino, thermalbaden, wandern – und schuften! Fredi gefiel es besonders, wie die zwei das Abendessen zelebrierten: Regelmäßig trugen sie für ein leckeres Buffet alles was die Küche hergab zusammen und verspeisten es anschließend genussvoll.

Am Bahnhof, bei der Abreise der beiden nach Münster zu ihren "echten" Familien, flog mir dann eine riesige Mücke ins Auge und ich musste jede Menge Augenwasser herunterschlucken... auf bald, ihr Lieben!!




Nur die Harten kommen in den Garten!

• 26. März 2010

Liebe Internetgäste,

der Klettgauer Waldkindergarten war zu Besuch.

Die Kinder wanderten mit ihren Erzieherinnen Mairi und Carola über Stock und Stein zu uns – wir zeigten ihnen gerne den Hof. Die Kühe durften mit Heu gefüttert werden und den Kälbern wurde beim Spielen und Herumtoben zugeschaut. Das Vesper aßen wir inmitten von Maschinen und Geräten in der Werkstatt, da der heftige Regen garantiert jedes Butterbrot aufgeweicht hätte. Egal, die Kinder sind wunderbar wettererprobt und stellten sich mit ihren bunten Regenjacken unerschrocken auf die Showtreppe zum Abschlussfoto!





Die Hotelzimmer sind bezugsbereit! Die Zimmermädchen und Roomboys der Klasse 4 mit ihrer Lehrerin Frau Zuk (links). Im Hintergrund das prächtige Insektenhotel.

• 09. März 2010

Liebe Internetgäste,

bei eisigem Wind marschierten die Viertklässler von der Grundschule in Erzingen nach Rechberg, um den von Hauptschülern gebauten Insektenhotel-Rahmen mit Nistmaterial zu füllen. Kaum auszuhalten, so kalt war es! Keine Ahnung, warum der Wettergott dermaßen zürnte, führten die Kinder doch nur Gutes im Schilde. Aber die Jungs und Mädels zogen ihr Projekt leidenschaftlich durch! Sie füllten Stroh, hohle Stängel, Ziegelsteine und Holzscheite (in die sie Löcher gebohrt hatten) in die Fächer - und wärmten sich anschließend mit einer heißen Milch und etwas Strohhüpfen auf. Auch der Rückweg ähnelte eher einer Nordpolexpedition denn einem Klassenausflug. Die Lehrerin Frau Zuk berichtete später zwar weder von Frostbeulen noch abgefrorenen Ohren, jedoch von erleichterten Kindern, die ihr warmes Klassenzimmer fortan heiß und innig liebten.



Foto: Hüfner
Bob und Heini beim Posen

• 16. Februar 2010

Liebe Internetgäste,

wie wir gehören viele von Euch der Generation "40plus" an.
Eine Generation, die Eigenschaften wie Beweglichkeit, Niveau, Unabhängigkeit und ein gepflegtes Äußeres kennzeichnen.

Leider leben wir in einer Gesellschaft eines ekelhaften Jugendwahns und mit Blick auf hippe Frauen und Männer im Bekanntenkreis, gilt es der Welt zu beweisen, dass man auch noch mit weit über sechzig absolut titelbildtauglich sein kann! Kampf den Klum-Klonen!

Wir alle wissen, dass Schönheit nicht nur eine Gnade der Natur ist, sondern viel mit Gesundheit zu tun hat. Die Haut z.B. spiegelt unser Befinden wider und volles, kräftiges Haar steht für die Vitalität seines Trägers. Lange Fastenkuren führen zu brüchigem, stumpfen Haar, da Nährstoffe im Blut die für das Haarwachstum notwendige Energie liefern. Besonders wichtig sind dabei Vitamine, Proteine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Bob und Heini, die derzeit für das Titelbild des Männer-Magazins "Voll & Krass" posieren und mit ihren gesunden, kräftigen Mähnen das Herz von Starfriseuren und Fotografen höher schlagen lassen, verraten uns heute ihre liebsten Lebensmittel für schönes Haar.

Das Spurenelement Zink ist für eine ausreichende Widerstandsfähigkeit des Haares verantwortlich. Zink findet sich in Schalentieren und Rindfleisch.
Vitamine des B-Komplexes (v.a. B 3, B 5, B 6) regulieren die Talgproduktion und sorgen für eine gesunde Kopfhaut. Sie sind in Weizenkeimen und Rindfleisch vorhanden.
Vitamin H (Biotin), Garant für starkes glänzendes Haar, liefern Nüsse und Rindfleisch.
Haare bestehen aus dem Protein Keratin. Eiweiß steckt in Käse und Rindfleisch.
Eisenmangel führt zu Haarausfall. Haupteisenlieferant ist Rindfleisch.

Wir schlachten wieder, bald gibt’s leckeres Rindfleisch in Bio-Qualität!

Hahaha,
Eure Beauty-Beraterin




• 13. Februar 2010

Liebe Internetgäste,

der alljährliche Obstbaumschnitt steht an und Fred freut sich auf die Tage in der Baumanlage. Fürwahr, es gibt Schlimmeres, als sich in einer Bilderbuchlandschaft bei schönstem Wetter zu überlegen: Wohin soll der Zweig wachsen? Welchen Ast muss ich entfernen?

Einen fachgerechten Baumschnitt auszuführen, kommt beinahe der Ausübung einer Religion gleich. Und so hat uns im Januar der Obst-Guru und Bioland-Mitgründer Robert Hartmann vom Bodensee besucht und viele wertvolle Tipps gegeben. Er ist mit Fred durch die Obstanlage gewandert und meinte mit Blick auf den Klettgaurücken und ins Tal: "Bei so einer tollen Lage müssen ja gute Äpfel wachsen!".

Nun hat also Fred sein kleines Motorsägchen geschmiert und frönt der Kunst des Schnitts - und ich räume hinterher die "Sauerei" weg. Wie immer!

Euer Putzteufel



Da wird uns warm um's Herz: Patrick, Julia und Lara

• 02. Februar 2010

Liebe Internetgäste,

heute ist ein besonderer Tag! Was für eine Aufregung!

Patrick "Rotzer" Indlekofer (unser guter Geist) und seine Julia sind seit 7.40 Uhr glückliche Eltern. Sie haben eine gesunde, sehr hübsche Tochter namens Lara, die 3.290 Gramm schwer und 49 cm groß ist. Es ist eine Freude zu sehen, wie entspannt Baby und Eltern sind!


Wir wünschen Lara ein langes, aufregendes und glückliches Leben.




• 01. Februar 2010

Liebe Internetgäste,

Morgens um fünf. Fred nimmt sein duftendes selbstgebackenes Roggenschrotbrot aus dem Ofen, ich träume von hübschen Polarhasen und drücke mich nochmal feste in die warmen Kissen.

Kurz vor Znüni. Ich versehe den selbstgenähten Minirock (Nappaleder, rot) mit einem Rüschensaum oder schreibe einen Leserbrief an die FAZ zur Lage der Milchwirtschaft in Syrien. Fred sucht seine auf dem Hof verstreuten Klamotten zusammen (der Fleecepulli im Radlader, die Wollmütze auf der Werkbank, die Regenjacke unter den Saatgutsäcken...).

Beim Mittagessenkochen um zwölf. Ich bette die Badische Ochsenbrust in Meerrettichsauce, drapiere die Wirsing-Bouillonkartoffeln gefällig und Fred striegelt das Jungvieh gegen den Strich.

Um halb neun abends. Immer noch vom Aerobic-Training mit Jane Fonda erhitzt, lackiere ich gewissenhaft meine Zehennägel blutrot, unterdessen Fred eine Zecke aus dem glänzenden Fell des Hütehundes entfernt.

Genau dann klingelt das Telefon – und irgendjemand will uns einen günstigen Handytarif inklusive Hagelversicherung, eine französische Weinpraline oder einmal Messerschleifen verkaufen. Je nach Stimmungslage (nein, nicht nach Hormonpegel!) wird dann mehr oder weniger charmant abgewiegelt.

Wie habt Ihr's doch gut! Belästigen wir Euch nicht mit schnöder Reklame sondern mit hochspannenden Hof-Gasswies-Neuigkeiten.

Der da eine wäre: wir schlachten wieder!
Bei Interesse bitte melden, per Email oder gerne auch – per Telefon!

Herzlichst,
Eure Silvia



Wonneproppen Dirk

• Februar 2010

Liebe Internetgäste,

Dirk "Toni" Lohn greift uns massiv unter die Arme – und hebt die Stimmung!

Sein Hauptberuf als Baggerfahrer und Pflasterer ist derzeit eingefroren und so greift er dem Hof Gasswies, kraftvoll wie er nun einmal ist, unter die Arme. Es werden Liegeboxen repariert, Ställe ausgemistet und kuschelig eingestreut, aufgeräumt und sobald das Wetter mitmacht, wird Gülle auf Feld und Flur gefahren. Silvia gibt derweil am Herd alles und kocht sich die Seele aus dem Leib, um sich mit leckerem Mittagessen für die Unterstützung zu bedanken.




• Februar 2010

Liebe Internetgäste,

"Du bist ein Wintertyp, wie Schneewittchen!" – meinte einst meine Stylistin bei unserem wöchentlichen Treffen. Ebenholzfarbenes Haar, schneeweiße Haut und blutrote Lippen! Da hat sie recht, schöner könnte man mich nicht beschreiben.

Aber auch soziologisch-psychisch gesehen liegt sie goldrichtig: ich mag den Winter! Besonders den diesjährigen, mit ordentlich Schnee.

Das Leben verlangsamt sich, mit jedem Zentimeter Schnee kehrt ein bisschen mehr Ruhe ein. Wann immer es geht wandere ich durch die weiße Pracht oder hänge beim morgendlichen Schippen meinen Gedanken nach.

Die Landschaft ist hell und festlich, ganz anders wie so oft im nebligen, dunklen Herbst. Und obwohl den Kinderschuhen entwachsen macht das Rumalbern im Pulverschnee viel Spaß – das finden übrigens auch unsere Kühe! Bei schönem Wetter lassen wir sie gerne hinaus – dann hüpfen und springen sie im Schnee herum, so dass man sich Sorgen macht, ob nicht doch der Rinderwahn ...

Die Vögel und das Wild aber, die finden den Bilderbuchwinter nicht ganz so lustig. Überall um den Hof herum sitzen Greifvögel, denen der Hunger anzusehen ist. Nachts kommt das Wild, um nach Fressbarem zu suchen – und ich rechne fest damit, dass eines Abends ein Bär klingelt und höflich um ein Honigbrot bittet.

Winter Wonderland: des einen Freud, des andern Leid !


philosophiert
Eure Silvia


Seine Gedanken macht sich auch CDU-Politiker Wolfgang Bosbach. Er meint Anfang Januar über den Zustand der schwarz-gelben Koalition (die Kritiker in einer Krise sehen): "Krise ist für mich etwas anderes. Aber wir neigen heute eh zu einer Dramatisierung. Was heute Schnee-Chaos heißt, nannte man früher Winter.“




• 30. Januar 2010

Liebe Internetgäste,

tataa! So schnell geht’s – und schon steht er da, der neue Geräteunterstand!

Bezogen werden kann er erst mal noch nicht, zuvor müssen wir den Boden betonieren, so daß keine Schadstoffe wie Maschinenöl oder Benzin ins Erdreich und Grundwasser sickern können. Aber dazu ist es im Moment zu kalt.

Hach, wie wunderbar wird es sein, wenn beim morgendlichen Blick aus dem Fenster nicht mehr das Güllefass ins Auge sticht und beim Mittagessen nicht mehr der Kreiselheuer vor dem "Kantinenfenster" von der stressigen Erntezeit kündet – sondern wir uns an der ungetrübten Aussicht auf unsere weitläufigen Ländereien und Stallungen ergötzen können.

Die Photovoltaikanlage allerdings, in die Freds Bruder "Happle" investiert hat, ist bereits süße Realität und am Netz. Sie wartet auf schnee- und nebelfreie Zeiten, um alles zu geben: ein weiterer Schritt zum Ausstieg aus der Atomkraft, Klimaschutz – und eine Geldanlage, die mehr Sinn macht als der Kauf von Aktien zweifelhafter Firmen...




• 25. Januar 2010

Liebe Internetgäste,

wir disziplinieren uns!

Der Vorsatz zum Neuen Jahr, endlich Sport zu treiben und unsere Körper gazellenhaft-geschmeidig zu halten, wird eisern umgesetzt. Während ich mich mit Laufschuhen und Pulsmesser über die Feldwege quäle, verfolgt Bauer Fred eine andere, gewitzte Strategie. Er öffnet das Stalltor für unser Kalb "Nanu"1 (das augenblicklich in einen Freiheitsrausch verfällt und davon galoppiert) und fängt es dann in einer aberwitzigen Verfolgungsjagd wieder ein.

calf-chasing: ein neuer Fitnesstrend?


Das frägt sich
Eure Sportskanone

1 Wichtige Hintergrundinformation: Als "Nanu" im vergangenen September für uns vollkommen überraschend das Licht der Welt erblickte, grübelten wir: "Nanu, wo kommt denn dieses Kalb her?". Eine Kuh hatte sich wieder einmal ohne unseren Segen hingegeben! Weil wir jedoch davon ausgehen, dass die Empfängnis nicht ganz unbefleckt war, heißt das Kalb "Nanu" und nicht "Jesus"!



Die Maurer Achim und Benni prüfen die selbstgemachte Betonstütze auf ihre Vertikalität

• Dezember 2009 / Januar 2010

Liebe Internetgäste,


wir bauen.

Ich weiß, das hat null Nachrichtenwert. Schließlich haben wir nie ganz damit aufgehört.
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt – und ich schicke mit flehendem Blick den Wunsch ins Universum, die Zement- und Bauholzvorräte dieser Erde zur Neige gehen zu lassen.

Unser aktuelles Projekt ist die Sanierung und Vergrößerung des Maschinenunterstandes, der sich an das Fahrsilo anschließt. Natürlich dringend notwendig, stehen doch überall auf dem Hofgelände Maschinen und Geräte im Freien herum, die sich im Werteverlust gegenseitig übertrumpfen. Auch karmatechnisch würde es dem Hof gut tun, wenn eine stabile Grundordnung herstellbar wäre und die Dinge ihren Platz hätten. Ganz nebenbei ist unser Helfer Patrick beim Abdecken des Silos schon durch das marode Eternitdach des alten Schuppens gekracht.

Also viele überzeugende Argumente für's Ranklotzen und Fred hat wiedereinmal Recht, wenn er meint: "Komm, lass es uns bauen, Baby!"

Seufz!


Eure Silvia