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ARCHIV 2011



Wirtin Sophie Landwehr (RIP) aus Weisweil mit ihrem Rindli Gret' auf der Wirtshaustreppe. Gret' hat ihr Hinterteil in der Gaststube, Sophie ist das - so scheint's - ziemlich egal. Eine Meisterin der Gemütsruhe. Beispielhaft!

• Silvester 2011

Liebe Familie, Freunde und Kunden,
 
 
unser Vorsatz für das Jahr 2012? Gelassenheit!
 
Denn
fällt beim Kochen die offene 1-kg-Packung Reis auf den Boden, bleibt beim Ausziehen des schmutzigen Gummistiefels der Socken hängen, kackt ein Rindli in das soeben sorgfältig gereinigte und mit frischem Wasser aufgefüllte 300-Liter-Tränkebecken oder macht der Akku des Akkuschraubers keinen Mucks - während sich der Ersatzakku in weiter Ferne in der Werkstatt befindet dann nützt alles Aufregen nichts.
Bewahren wir die Ruhe.
Auch dieses Jahr wird sich bewahrheiten: Ende gut, alles gut!
 
Das wünschen sich + Euch
 
 
Die Biobauern vom Hof Gasswies


• 24. Dezember 2011

Liebe Internetgäste,

unser Wunsch für Euch von Herzen: Fröhliche Weihnachten!
 
Eure Biobauern vom Hof Gasswies


Christian Hiß – Gründer und Vorstand der Regionalwert AG - ist "Social Entrepreneur des Jahres 2011.

• 20. Dezember 2011

Gute Neuigkeiten!

Seit Dezember 2011 ist der Hof Gasswies Partner der Regionalwert AG, die uns mit einer "stillen Beteiligung" notwendige bauliche Investitionen ermöglicht, um die Zukunftsfähigkeit unseres Betriebes auch langfristig zu sichern. Mehr zu den Hintergründen lest Ihr unter "partnerschaft mit der rwag".



Kaiser Fred
(Foto Wikipedia, bearbeitet)

• 17. Dezember 2011

Liebe Internetgäste,

vorbei die Zeiten monarchischer Machtausübung, es lebe der Volksentscheid!
 
Befahl einst König Friedrich der Große - der Alte Fritz - mit seinem "Kartoffelbefehl" den großflächigen Anbau der Kartoffel und propagierte trickreich den Verzehr derselben, dürfen heute die Bürger Baden-Württembergs (u.a.) selbst bestimmen, was sie sich zum Mittagessen einverleiben.
 
Im Vorfeld der Entscheidung "Heute koche ich ..." treten eine Vielzahl offener Fragen auf, deren Beantwortung jede Menge Wissen voraussetzt:
 
Kopf-Salat oder Tief-Seefisch - was ist gesünder?
Den Kohl-Kopf besser frisch geerntet oder tief-gekühlt?
Bekomme ich von dem Weißwein zum Tief-Preis Kopf-weh oder werde ich rührselig und tief-traurig?
Und: kommt der tief-rote Press-Kopf bei meinem Besuch an?
Oder denken die Gäste beim Anblick der Wurst eher: "die Köchin hat ein Tages-tief und eine Kopf-nuss verdient!"?
 
Ihr versteht nur Bahnhof?
Das Beraterteam vom Hof Gasswies hilft bei der Entscheidungsfindung:
Bio-Rindfleisch ist ein königlicher Genuss - bei dem man  auch den Kopf nicht ausschalten muss!
 
 Wir schlachten wieder! Bei Interesse bitte melden.

Herzlichst

Eure
Königin der Herzen

P.S. Fred hat diesmal den Witz erst nach Erläuterung geschnallt. Mist! Wäre er aber Stuttgarter, dann...



Der "Landgraben" macht sich auf zu neuen Ufern

• 16. Dezember 2011

Liebe Internetgäste,

Orkantief "Jochen" beschert neue Eindrücke, verursacht aber glücklicherweise keinen ernsten Schaden. Für unseren Triebweg zur Weide heißt es kurzzeitig "Land unter"...



Kälber-Fan Claudia

• 05. Dezember 2011

Liebe Internetgäste,

Claudia Müller aus Blumegg ist unsere Fachfrau für Tiergesundheit und gegen Betriebsblindheit.

Als geübte Tier-Homöopathin mit feiner Wahrnehmung kümmert sie sich besonders um unsere Kälber, für die sie ein spezielles Händchen hat. Sie hilft, auf dem Hof Schwachstellen aufzustöbern und zu beseitigen und Stärken zu fördern.

Mit ihrem lustigen, offenen Wesen und einer beeindruckenden Lebenserfahrung belebt sie aber auch das Haus: es macht Spaß, einen Nachmittag mit ihr am Küchentisch zu ratschen – danach hat mann/frau genug Gedankenfutter für die nächsten Tage.

Es freuen sich alle, wenn Claudi auf den Hof fährt...



Was wir richtig gut können: ein schönes Vakuum!

• 11. November 2011

Liebe Internetgäste,

uiuiui! Eine neue Folge der Hof Gasswies - Dauerserie "Pleiten, Pech und Pannen".
Hier könnt Ihr erkennen, was mit einem Edelstahltank geschieht, wenn man den in ihm enthaltenen Apfelsaft in einen Gärbehälter umpumpt, dabei aber vergisst, das Belüftungsventil zu öffnen. Vielleicht liegt so was am Datum?

An dieser Stelle ist es angebracht, unserem langjährigen Betreuer Thomas Zeller aus Lauchringen von der R+V Versicherung für seine Geduld und Hilfsbereitschaft zu danken und zu seinem außerordentlichen Nervenkostüm zu gratulieren.

Nach einigen weiteren Jahren auf dem Hof Gasswies werde ich in versicherungstechnischen Angelegenheiten (Gewahrsams-, Haftpflicht-, Glas-, Sturmschäden) dermaßen fit sein, dass ich mich als Herrn Zellers Assistentin bewerben kann.
 
Vorbei die Zeiten des Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer: ein Hoch auf die Versicherungsprofis Zeller + Rutschmann!

Auf die Zusammenarbeit freue ich mich jetzt schon. Ich hoffe, Ihr schließt bei mir ab.

Eure Silvia



Unsere Obstbrände - aus handverlesenen Früchten.
Handwerklich gebrannt in 8 charakterstarken Sorten.

• 03. November 2011

Liebe Internetgäste,

bestes Obst und duftende Maische  ist die Grundvoraussetzung für einen guten, ehrlichen Obstbrand.
Die von uns verarbeiteten Früchte stammen aus eigenen Obstanlagen, die nach strengen Bioland-Richtlinien bewirtschaftetet werden.
Sorgfältige Vergärung und sachkundige Destillation gepaart mit der Leidenschaft des Brenner-Teams Horst und Silvia bringen sie ins Glas, die wunderbare Klettgauer Landschaft!
 
Wenn Ihr Interesse an unseren Edelbränden in den Sorten
 
Kirsch
Kräuter
Mirabelle
Obstler
Weinhefe
Williams
Zibärtle
Zwetschge
 
habt - und diese vielleicht zu Weihnachten an Eure Geschäftspartner verschenken möchtet, so meldet Euch bitte. Wir schicken Euch umgehend eine Preisliste zu.
 
Für Euer Interesse danken wir herzlich und wünschen "Wohl bekomm's!".
 
Eure Silvia



"masculina day" fotografiert von Magdalena Wolf

• 20. Oktober 2011

Liebe Internetgäste,

Für den relativ geringen Flächenanteil, den Mais in unserer Fruchtfolge einnimmt, sind wir mit der Erntemenge sehr zufrieden. Wir lassen die Körner mit raffinierter Landmaschinentechnik in Ballen wickeln. So kann die ganze Chose unter Luftabschluss zu einer kräftigenden Lieblingsmahlzeit für unsere Kühe sanft dahingären.

Einige unserer Kühe sind so gierig, dass sie – ungeachtet von Maschinen, Lärm, fremden Personen - die Körner direkt vom Erntehänger herunter fressen. Aber alle sind so klug, sich von der Wickelmaschine fernzuhalten. Wer will schon als Folienvieh enden?!

Die Aktion dauert bis in den späten Abend. Dann noch eine Familienpizza für die Arbeiter – und ab in die Heia.



Unsere Apfelpflückerinnen Caro, Magdi, Ursula, Geli und Teamchefin Anne (v.l.).
Es fehlen: Elvira und Nancy.
Alle machen einen hervorragenden Job. Ein Dream-Team!

• 07. Oktober 2011

Liebe Internetgäste,

Die Apfelernte ist in vollem Gange. Sehr mühsam ist sie dieses Jahr.

Zwar gibt es Unmengen von Obst, es ist geradezu eine Jahrhunderternte, doch viele der Früchte sind aufgrund eines Hagelsturms im Frühsommer schadhaft und bloß noch als Mostobst zu verkaufen.
Die Pflückerinnen müssen die Äpfel genau sortieren – und das kostet Zeit! Profis durch und durch verlieren sie aber nicht ihre gute Laune und bringen die Ernte endlich unter Dach und Fach.
Nebeneffekt der sorgfältigen Arbeit: die Maische für unsere Edelbrände hat eine wunderbare Qualität! Das freut das Brennerherz!

Fred und ich sind allerdings leicht genervt, als uns ein hirnloser Scherzkeks nachts die Verschlussklappe eines Sammelcontainers, der in der Obstanlage auf seine Abholung wartet, aufdrückt, sich der Inhalt teilweise auf den Boden ergießt – und wir das Mostobst ein zweites Mal auflesen dürfen.



"Freds Erleuchtung" fotografiert von Magdalena Wolf

• 05. Oktober 2011

Liebe Internetgäste,

Stallsanierung, die Xte. Wir peppen den Abkalbebereich auf.

In diesem hinteren Stallteil, mit Blick auf Weide und Biotop, bringen die Kühe ihre Kälbchen auf die Welt. Ungestört vom Rest der Herde in kuschligem Stroh.

Nach der Geburt bleiben Mutterkuh und Kalb noch für einige Tage in diesem Abteil, bevor es gemeinsam zurück zur Herde geht. Wir beobachten dort, ob das Saugen zuverlässig klappt oder sonst irgendwelche Schwierigkeiten auftreten. Denn es passiert gelegentlich, dass ein Kalb mit dem Euter der Mutterkuh nicht zurechtkommt, oder eine Kalbin (also eine Erstgebärende) sehr aufgeregt ist und ihrem Kalb ständig davonläuft, wenn es säugen will. Dann helfen wir ein bisschen.

Der Abkalbebereich hatte einige Bodenaufkantungen, die wir nun egalisieren – so fällt das Ausmisten künftig leichter. Wieder einmal profitieren wir von Freds langjährige Erfahrung im Pflasterbau: er zieht den Betonboden ab, dass es eine wahre Freude ist.


• 25. September 2011

Liebe Internetgäste,
 
bin ich ausgesucht? Erwählt? Begnadet?
Sapperlot, das kann doch kein Zufall sein!
Anfang September ist ausgerechnet auf unserem Scheunendach ein "Waldrapp" gelandet.

"Na und?", denkt Ihr, "kenn' ich nicht!"? 
Kein Wunder! Handelt es sich hierbei um einen beinahe ausgestorbenen Ibisvogel, der derzeit von Bayern aus ausgewildert werden soll.
 
Ein Spaßvogel und Naturfreund aus Jestetten  kommentierte das ornithologische Spektakel: "... da kannst Du Dich wie eine jungfräuliche Zimmermannsbraut vor ca. 2.000 Jahren in Judäa fühlen, die eine Begegnung mit dem Heiligen Geist hatte und den Rest kennst Du ja wahrscheinlich ..." ! 
Mein Tag war gerettet. Ich bin Papst!
 
Ihr ahnt es, ganz so ist es nicht.
 
Waldrapps wurden im 17. Jahrhundert wegen ihres leckeren Fleisches in Europa eifrig bejagt und fast ausgerottet. Verständlich, dass die Hackenschnäbel empfindlich sind, was menschliche Ernährungsgewohnheiten angeht.

Es muss sich also bereits in Vogelkreisen herumgesprochen haben: wir Gasswiesler essen keine Waldrapps! Nur bestes Bio-Rindfleisch. Hier kann Waldrapp entspannt Rast halten – ganz ohne Angst um Leib und Feder!

Wenn auch Ihr Euer Essverhalten künftig waldrappfreundlich gestalten möchtet: Wir schlachten wieder! Bei Interesse bitte melden.
 
Herzlichst

Eure Sankt Silvia



Lichtblick in Sicht.

• 23. September 2011

Liebe Internetgäste,

die Montage der letzten Kunststoffplatte am Lichtfirst des Kuhstalles steht unmittelbar bevor!

Felix, Simon und Fred rauchen ein Festtagskippchen, dann hacken sie genüsslich das Projekt "Reparatur Sturmschaden / Erneuerung Lichtkuppe" auf ihrer gedanklichen ToDo-Liste ab.

Im Gebäudeinneren steigt sogleich nicht nur der Lux- sondern auch der Wohlfühl-Pegel merklich an. Helle, luftige Stallgebäude sind gut für Tier- und Bauernseele.

Die Architektur des über dreißig Jahre alten Stalles bietet grundsätzlich nicht optimale Bedingungen für unsere Kühe. Galten damals isolierte "Warmställe" als das Nonplusultra, planen heute viele Landwirte "Offenställe", die die Tiere den Wechsel der Jahreszeiten unmittelbarer miterleben lassen.
.
Wir ergreifen jede Möglichkeit beim Schopf, um das Gebäude zu öffnen und tiergerechtet umzubauen. Der neue Lichtfirst ist ein weiterer entscheidender Schritt.

An dieser Stelle sei auch Luddi für seine Hilfe herzlich gedankt.



Die Bayern-Connection, Teil 2
Vorne Neuzugang Felix Wolf ("Der Jüngste"),
dahinter unser bewährter Mitarbeiter Simon Wolf ("Großer Bruder").
Foto von Magdalena Wolf ("Große Schwester").

• 26. September 2011

Liebe Internetgäste,

Glückliche Teamverstärkung!

Felix vom Chiemsee bereitet uns die Freude eines zehnmonatigen Praktikums auf dem Hof Gasswies, bevor er seine Lehre als Landwirt beginnt. Das Blöken gutgelaunter Kälber kann er bereits wenige Minuten nach seiner Ankunft im Klettgau täuschend echt nachahmen. Auch die richtige Körperhaltung und Mimik eines Biobauern verinnerlicht Felix innerhalb kürzester Zeit. Das wird was!!


Die Bayern-Connection, Teil 3
Rechts Neuzugang Magdalena Wolf ("Große Schwester"),
links Felix Wolf ("Der Jüngste"),
Foto von Simon Wolf ("Großer Bruder")

Magdi stößt zu uns, um zu prüfen, ob wir gut mit ihrem "kleinen" Bruder umgehen. Sie hat just ihr Grafik-Studium super bestanden und lebt nun für einige Wochen ihre Bäuerinnen-Seite aus.
Besonders auffällig ist ihr Talent zum Schlepperfahren und Kochen. Letzteres treibt mir regelmäßig Freudentränen in die Augen, ersteres animiert Fred zu anerkennenden Pfiffen.

Ich darf Euch versichern, so unschuldig wie die zwei auf dem obigen Foto tun, sind sie beileibe nicht!
Faustdick haben sie's hinter den Ohren. So verbrachten z.B. Magdi, Fred und ich einen sehr sehr amüsanten Abend beim Besuch einer "Brasilianischen Nacht" im Clubhaus des ortsansässigen Motorradclubs. Unvergesslich.

Magdi, komm bald wieder!

P.S. Die Fotos, die sie während ihrer Zeit hier in Rechberg geschossen hat, könnt Ihr unter dem Menuepunkt "bilderbuch" bewundern.


• 07. September 2011

Liebe Internetgäste,

Die Stare sammeln sich und drehen ihre Runden ums Haus.
Mir wird ganz schwindelig.... was für ein Spektakel!

Bevor ich - ob meiner Unfähigkeit zu fliegen - trübsinnig werde, rufe ich mir die tröstenden Worte von Loriot ins Gedächtnis:

"Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann."

Doch noch mal Glück gehabt!


• 05. September 2011

Liebe Internetgäste,

Fred nutzt den goldenen Herbst für die Saatbeetbereitung.
Der Boden ist so trocken, dass es staubt.




• 02. September 2011

Liebe Internetgäste,

unsere Ex-Praktikantinnen und (gefühlten) Adoptivtöchter Clara und Rabea aus Münster besuchen uns in ihren Herbstferien. Sie backen für uns leckere Apfelkuchen – wir revanchieren uns mit Kino. Es sind wieder sehr schöne gemeinsame Tage!




• 01. September 2011

Liebe Internetgäste,

die FEZ-Kinder (FEZ = Ferien zu Hause) aus Waldshut-Tiengen verbringen einen Sommertag auf dem Hof Gasswies und wollen jede Menge von uns wissen: Wie leben eigentlich Bio-Kühe? Wie wird Getreide naturnah angebaut? Was macht ein Öko-Bauer den ganzen Tag?
Bei einem ausgiebigen Hofrundgang und einer Hofralley lernen die Kinder unseren Alltag kennen.
Aber auch der Spaß kommt mit einer Schlepperrundfahrt, Grillen in der Obstanlage und einem Pantomimespiel auf dem Hofplatz nicht zu kurz.


Bergbauernhof in Südtirol

• 19. August 2011

Liebe Internetgäste,

wir haben ein freies Wochenende und gönnen uns einen Tapetenwechsel.

Wir fahren mit offenen Seitenfenstern und coolen Sonnenbrillen nach Südtirol und staunen über die schier endlosen (konventionellen) Obstplantagen – und stellen uns den jährlichen Spritzmittelbedarf der Region um Meran vor. Uns wird schwindelig und die Haut zeigt erste Rötungen.

Übernachtet wird auf einem Bergbauernhof, der uns den Atem stocken lässt. Die umliegenden Flächen sind so steil, dass es kaum eine Humusauflage auf dem Grundgestein gibt und den ganzen Sommer über bewässert werden muss. Die Kühe dürfen nicht auf die Weide, da sie abzustürzen drohen. Der junge Bauer ist ob der Rentabilität seines Betriebes angesichts Weltmarktpreisen vollkommen frustriert, hat Probleme seine Familie durchzubringen und ist auf die (unentgeltliche) Mithilfe seines Bruders angewiesen. Insgeheim hofft er mit jedem Tourist auf einen Gönner und Investor.

Wir diskutieren bei der Heimfahrt, ob in solcher Landschaft Milchviehhaltung Sinn (und glücklich) macht. Hof Gasswies, wie bist du flach!



Thomas "Schniiieder" wendet das Stroh, um es nach einem Regenguss zu trocknen. Es wird später auch noch von dieser Seite nass werden.
"Wenn schon, denn schon!", denkt da wohl der Wettergott – und haut sich ob seines Späßchens lachend auf die Schenkel.

• 02. August 2011

Liebe Internetgäste,

die Strohernte zickt rum. Wir wenden und wenden, um zu trocknen, und es regnet hinein und hinein.
Aber irgendwann ist auch die Einstreu für den Winter trocken in der Scheune.

Alles wird gut.



Gruppenbild mit Dame (links von Gretchen: "Großer Bruder" Simon)
Übrigens: der junge Mann mit dem grünen Pulli ist Lucas, Fredis Sohn!


• 30. Juli 2011

Liebe Internetgäste,

Margaritha verlässt uns nach ihrem Frühsommer-Job und wir feiern ihr zu Ehren ein Fest. Wir vermissen sie jetzt schon und hassen es, sie an ihren Studienort Wien entlassen zu müssen! Ein kleiner Trost: sie wird von dort massenhaft lustige Geschichten mitbringen (die sie wunderbar zu erzählen weiß) - und auf die freuen wir uns jetzt schon!

Trotz Abschiedsschmerz wird es ein ausnehmend schöner Abend, denn es ist ein weiterer, ganz besonderer Gast anwesend. Lucas, Fredis Sohn, der in der Schweiz lebt, besucht uns das erste Mal für einige Tage hier in Rechberg. Wir alle lernen uns endlich nach langer Zeit kennen – und die Chemie stimmt auf Anhieb. Ein feiner Kerl.



Wir holen das goldene Korn heim

26. Juli 2011

Liebe Internetgäste,

wir dreschen das Getreide. Viele der Körner liegen aufgrund eines Hagelsturms Mitte Juni leider am Boden und sind verloren. Der Ertrag ist nicht sooo überwältigend.



Zecken-OP fotografiert von Dr. Gretchen Wolf

• 21. Juli 2011

Liebe Internetgäste,

weiß jemand von Euch einen guten Zecken-Witz? Das würde die Sache - zumindest für Frauchen - erträglicher machen...



Die Bayern-Connection, Teil 1
Gretchen mit Kuh im Glück

04. Juli 2011

Liebe Internetgäste,

Margaritha "Gretchen" Wolf hat für einen Monat härteste Maloche auf unserem Kahn angeheuert. Sie bereichert nicht nur Obstanlage, Stall und Küche - sondern peppt auch Pausen und Feierabend ungemein auf. Wir sind verliebt.

Innerhalb weniger Tage hat sie übrigens alle Kuh-Namen drauf!
respect, sister



Mit einem Stock lassen sich tolle Bilder in den Kies malen!

• 30. Juni 2011

Liebe Internetgäste,

die Knirpse des Rechberger Kindergartens besuchen uns. Die Jungs und Mädchen nehmen regen Anteil am Hofgeschehen. Von ihren Gruppenzimmern in der Ortsmitte aus können die Kinder unsere Kühe auf der Weide beobachten. Fred beeindruckt immer wieder mit großen Schleppern und Maschinen, ich kann vielleicht mal mit Kälbchenstreicheln punkten, komme aber nicht gegen die glänzende Aura des Bauern an. Die Welt ist ungerecht.

Einmal rief uns eine Kindergärtnerin an, ob wir vergessen hätten, das Stalltor zum Weidegang zu öffnen. Ein Kind hätte sehnsüchtig blickende Kühe am Tor stehen sehen, als seine Mutti es zum Kindergarten brachte... Gut, dass Ihr auf uns aufpasst, Ihr Süßen!




• 24. Juni 2011


Liebe Internetgäste,

keine Sorge, es wird niemand am offenen Herzen operiert!

Joel, Jörn, Jonas und Anne (v.l.) sortieren Schnapskirschen. Hier sind sie kurz vor der Vollendung ihres Jobs zu sehen. Jörn ist in besonders ausgelassener Stimmung und hält das Team mit seinen Wahnsinns-Geschichten bei Laune. Anne ist der ruhende Pol und verhindert Schlimmeres.
Die Erleichterung, dass es bald geschafft ist, ist allen anzusehen. Allerdings entschieden sich die Jungs (auf meine Nachfrage) eher für weiteres Kirschen ernten denn fürs Schulbankdrücken. Nützt aber nix, die Pfingstferien sind bald zu Ende.
Jörn und Jonas möchten übrigens Landmaschinenmechaniker, Joel Automechaniker oder Elektriker werden. Um den Zustand unseres Fuhrparks muss ich mich also in den kommenden Jahren nicht sorgen.
Abends maischen wir zusammen mit Alt-Bauer Horst die Früchte ein: ein bisschen Säure hier, ein wenig Hefe da. Auf das Brennen in wenigen Wochen freue ich mich auch schon!

Wir wünschen Euch einen schönen, heißen Sommer, mit frischen Morgen, lauen Abenden und zarten Sommerregen!

Herzlichst
Eure Silvia


• 23. Juni 2011

Liebe Internetgäste,

der letzte von Dunzies Welpen verlässt heute den Hof. Vier der sechs Kleinen sind auf Bauernhöfen oder bei Schafhaltern untergekommen und haben eine arbeitsreiche - und deshalb glückliche -Hütehundzukunft vor sich. Wir allerdings singen erstmal den Blues - und haben ein bisschen Sehnsucht nach den schwarzweißen Schmusebären ...



• 22. Juni 2011

Liebe Internetgäste,

Megafrust!
Wir freuten uns schon auf eine besonders reiche Obsternte diesen Herbst, denn die Bäume hingen übervoll mit prächtigen Früchten. Und jetzt das! Ein heftiger Hagelsturm beschädigte nahezu alle Zwetschgen, Birnen und Äpfel. Wir gehen von ca. 80 % weniger Ertrag aus, so dass es nur sehr wenig Tafelobst zu pflücken geben wird. Wirklich schade, ein Motivationsloch droht!


• 11. Juni 2011

Liebe Internetgäste,

nicht alle Geschöpfe dieser Erde lassen sich durch sanftes Zureden, herzerweichendes Betteln oder wüste Drohungen von geplanten Untaten abbringen.

Ich denke hierbei nicht an Euren Lieblingsbauern Fred, störrische Kühe oder unkastrierte Rüden (Dunzie hat wieder Welpen bekommen!) sondern spreche von unseren gefiederten Freunden, den Vögeln.
Die machen auch genau das, wonach ihnen der Sinn steht. Durch die Gegend flattern, im Nest hocken, mit dem Nachbarn zanken - oder knackige Kirschen klauen!
Dieses Jahr machen den Piepmätzen allerdings unsere fröhlichen Praktikantinnen Jojo und Miri aus Münster einen Strich durch die Rechnung. Mit ihren Freestyle-Vogelscheuchen verteidigen sie erfolgreich die Kirschenernte. Und die ist dank des sonnigen Wetters eine besonders schmackhafte!

Ab Dienstag (14.06.) werden täglich frisch auf Bestellung Bio-Kirschen gepflückt.
Bei Interesse: ruft bitte einen Tag vorher an, damit wir genügend Zeit haben, Eure Order zu richten. Abholbereit sind die Kirschen ab 16.30 Uhr.

Herzlichst
Eure Silvia


• 01. Juni 2011

Liebe Internetgäste,

Günther Jauch besitzt neuerdings ein "schickes" Weingut, Thomas D. tollt mit seinen Schweinen im Dreck herum (die Sau!) und Dieter Moor schwört aufs Landleben während er mit seinem Traktor durch Brandenburg tuckert. Immer mehr Promis ziehen sich Gummistiefel an und werden Bauern.

Daraus folgern wir, dass nicht Geld oder Ruhm sondern Arbeit auf Feld und Flur wirklich glücklich macht. Wie unserem lustigen, fidelen und rotbackigen Lieblingsbauern Fred unschwer anzusehen ist.

Packt Euch nun der blanke Neid – und Ihr verflucht Eure Arbeitstätten in Büros, Haushalten und Fabriken? Sehnt Ihr Euch nach sinnvollem Broterwerb unter freiem Himmel in netter Gesellschaft? Euch kann geholfen werden!

Wir suchen sorgfältige PflückerInnen für die Obsternte.
Beginnend mit der Kirschernte übers Birnen- bis hin zum Apfelrupfen ist von Mitte Juni bis Oktober bei trockenem Wetter immer etwas in den Obstanlagen zu tun.
Wir träumen von einem "Stammteam", das zuverlässig, gewissenhaft und (möglichst) gutgelaunt unsere Bio-Früchte erntet.

Wir stellen Euch als 400-Euro-Jobber ein, Schwarzarbeit is nich.
Euer zeitlicher Einsatz kann Euren Möglichkeiten angepasst werden (z.B. "nur morgens", "nur mittags" oder "nur an bestimmten Wochentagen").
Interesse geweckt ? Dann meldet Euch bei uns!
 
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Herzlichst,
Euer Hof-Gasswies-Team



Kann man Regenwürmer schmatzen hören?

• 26. Mai 2011

Liebe Internetgäste,

Schüler der Grundschule Erzingen besuchen uns im Rahmen der Projektwoche "Gesund leben".
Simon und Fred erzählen jede Menge zum Thema "Lebendige Erde", um zu vermitteln, dass nur auf einem gesunden Boden gute Früchte wachsen können.
Regenwürmer spielen heute die eigentliche Hauptrolle: sind sie es doch, die mit dem Abbau organischer Substanz den Boden verbessern und so Gärtnern und Bauern erst den Anbau von Kulturpflanzen ermöglichen. Dies können die Schüler an verschiedenen Abbau- und Umwandlungsstufen vom Kuhfladen bis hin zu wertvollem Kompost nachvollziehen. Von einem belebten, lockeren Boden kann nicht nur bei Starkregenereignissen viel mehr Wasser gespeichert werden, die Wurzeln der Pflanzen können tiefer ins Erdreich dringen und deshalb schmecken deren Früchte auch nach "mehr". Fred zeigt die Wurzeln einer Biogetreidepflanze, die viel länger sind als die einer mit Dünger und Spritzmittel hoch gepushten Getreidepflanze.

Die Schüler schmecken den Unterschied! Beim Degustieren von Öko-Möhren und konventionellen Karotten bevorzugen die meisten Kinder den Biogeschmack.


• 25. Mai 2011

Liebe Internetgäste,

die Kinderkrippe des Kindergarten Rechberg ist zu Besuch.
Die "Minis" bestaunen Kühe, Kälber, Siloballen und Misthaufen, sitzen probe auf Schleppern (einige Jungs wollen gar nicht mehr runter), turnen auf Gattern herum – und trinken zur Krönung viel frische Kuhmilch. Das freut uns, kommen wir doch mit dem Nachschenken kaum nach!
Für das Mitbringsel - einem wunderschön gestalteten Plakat mit bunten Kinderfotos, Gedichten und Zeichnungen - den lieben Kindern und Erzieherinnen ein herzliches Dankeschön!



Wieder mal voll der Stress hier!

• 13. Mai 2011

Liebe Internetgäste,

dies ist die Erklärung, warum so viele Männer (meiner auch!) einen Pick up besitzen oder zumindest mit einem liebäugeln: da kann man(n) so toll die Ellbogen aufstützen.

Mir persönlich ist ein ordentliches Teleobjektiv an der Kamera viel lieber...

Herzlichst
Eure Stasi-Silvia


• 25. April 2011

Liebe Internetgäste,

in den Eulenkasten am nordöstlichen Giebel des Jungviehstalles ist ein Falkenpaar eingezogen und brütet. Ein Königreich für eine Webcam, die uns hinsichtlich Wachsen und Gedeihen der Piepmätze auf dem Laufenden hielte! Falken sind so fürchterlich scheu ...


• 19. April 2011

Liebe Internetgäste,

wir sind "Bildungspartner" der Werkrealschule Klettgau.
Ohjeh! Es ist nun an der Zeit, die gesamte Hof Gasswies-Crew zu einem Benimmkurs und Frisörbesuch anzumelden.


• 17. April 2011

Liebe Internetgäste,

wir machen mit bei "Unser Hof soll schöner werden"!

Völliger Quatsch, denn nicht nur optisch haben unsere drei Damen einiges zu bieten. Die haben viel mehr drauf!

Kathrin, eine studierte Biologin aus Hohentengen, absolviert ein dreiwöchiges Praktikum, um in die praktische Biolandwirtschaft hineinzuschnuppern und dort vielleicht beruflich Heimat zu finden. Sie liebäugelt mit einem Masterstudiengang Ökolandbau. Am liebsten aber ketteten wir sie an den Hof und ließen sie nicht mehr ziehen! Geschickt, zupackend, emsig und fröhlich ist sie ein Hauptgewinn für's Team!

Und dann natürlich unsere "Adoptivtöchter" aus Münster, Rabea und Clara! Sie verbringen erneut eine Ferienwoche im Klettgau, wo sie mittlerweile vom Hof vollständig absorbiert werden.
Kaum sind sie nach ihrer Ankunft dem Zug entstiegen, schmeißen sie sich in ihre Gummistiefel, die sie bis zur Abreise fast ununterbrochen anbehalten. Die zwei haben wir so richtig gern bei uns!


• 04. April 2011

Liebe Internetgäste,

Hof Gasswies wurde erneut Schauplatz einer hollywoodreifen Love-Story.

Dunzie, unsere eigensinnige Border-Collie-Hündin, gab sich ohne mit der Wimper zu zucken (und vor allem ohne an die Konsequenzen zu denken) dem – zugegeben – wunderschönen Rüden "Mero" aus Brandenburg hin. Wir hatten keine Zeit mehr, uns der aufkeimenden Leidenschaft in den Weg zu stellen, sondern googelten bald Begriffe wie "Anzeichen Trächtigkeit", "Tragezeit Hund" und "Bauanleitung Wurfbox". Jetzt ist sie da, die Frucht von Meros Lenden: sechs knuffige Hüte-Welpen. Dunzie macht einen großartigen Mutti-Job und Fred "duziduzi".




• 22. März 2011

Liebe Internetgäste,

der Wahlkampf geht in die heiße Phase, die Entscheidung steht unmittelbar bevor.
Ein letztes mal vor der Sommerpause habt Ihr die Möglichkeit, das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen. Und zwar auf der Bestellliste für unser Bio-Rindfleisch.

Spitzenkandidat Alfred versichert: "Auch diesmal werden wir eine Produktqualität erreichen, die internationalen Standards gerecht wird. Den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger werden wir in leistungsfähigen Fleischpaketen, die mein Team kompetent und visionär zusammenstellt, Rechnung tragen. Zögern Sie nicht – und treffen Sie Ihre Wahl für eine zukunftsfähige Fleischversorgung weit über Ostern hinaus. Helfen Sie mit, Wohlstand, Wachstum und Lebensqualität für unser Land zu sichern!"  
 
Unser Wahlprogramm (Sortiments- und Preisliste) schicken wir Euch gerne zu. Bei Interesse bitte melden!

Herzliche Grüße

Eure Wahlhelferin
Silvia


• 19. März 2011

Liebe Internetgäste,

die Weidesaison ist eröffnet. Euter schaukeln im Galopp hin und her.
Da freut sich der Bauer!




• 12. März 2011


Liebe Internetgäste,

britische Wissenschaftler fanden heraus, dass tägliche Rituale das psychische Gleichgewicht stärken. Alles Kalter Kaffee! Das hätten wir denen auch sagen können! Der Alltag auf dem Hof Gasswies ist nämlich gespickt mit wiederkehrenden Aktionen, die die Seele streicheln.

Das beginnt schon am Morgen. Nach kurzer und intensiver Körperpflege begrüßen wir mit hoher Stimme Hunde, Katze und Kühe. In genau immer dieser Reihenfolge. Dem Prinzip "actio und reactio" geschuldet, beglückt uns daraufhin freundliches Wedeln, Miauen und Anglotzen. Das stärkt für die erste Arbeitsrunde mit Melken, Füttern, Aufräumen. Danach das heilige Frühstück. Ein, zwei Tassen Kaffee mit perfektem Milchschaum, Fred isst stets ein Honigbrot. Unmöglich das ausfallen zu lassen, sonst ist der Tag versaut, bevor er richtig angefangen hat. Fred mutiert, wenn er in eine "Unterzuckerphase" gerät, zum pöbelnden Monstrum. Die leere Kaffeetasse wird beim Abräumen rituell auf die Geschirrspülmaschine und nicht in dieselbe gestellt, denn das bringt Unglück!
Gutgelaunt geht’s nach dem Z'morgä in die zweite Arbeitsrunde bis zum Mittagessen. Bei jenem ist eher Variantenreichtum denn Gleichförmigkeit gefragt, beendet wird es aber immer mit einem Verdauungskaffee.

Und da ist es dann passiert.

Morgens startete ich das zeitaufwändige Entkalkungsprogramm der Kaffeemaschine und vergaß, die entsprechenden Knöpfe zu drücken, die zum reibungslosen Ablauf bedient werden wollen. Die Kaffeemaschine war also mittags nicht parat. Kein Instantkaffee im Haus (wer braucht denn so was?) – und zu allem Übel hatten sich auch noch Luddi und Alex zum Quickie-Kaffeekränzchen angekündigt. Wir alle mussten Tee trinken: die Katastrophe schlechthin! Bei mir stellte sich unmittelbar an diesen Vorfall ein großes Gefühl des Versagens ein, noch Wochen später hatte ich mit Depressionen und Schlafschwierigkeiten zu kämpfen. Nicht schön.

Mir ist bewusst, dass viele von Euch den guten Brauch des Sonntagsbraten pflegen. Tragisch, wenn da das Rindfleisch ausgehen sollte: Psychosen, Traumata und Phobien sind die schlimmen Folgen.

Euch soll es nicht wie mir ergehen. Deshalb: wir schlachten wieder!

Bei Interesse bitte melden!

Herzliche Grüsse
Depri-Silvi


Schnapsnase

• 09. März 2011

Liebe Internetgäste,

Lügenbaron oder weiser Prophet?

Diese Frage stellten sich wohl viele Bioländer der Gruppe Waldshut beim jüngsten Treffen im Gasthaus Waldhaus.

Martin Ott, bio-dynamischer Bauer, Vorstandsmitglied der Bio-Suisse, Musiker (undundund) aus CH-Rheinau, steuerte einen ganz speziellen Beitrag zum Thema "Braucht der Biolandbau neue Visionen?" bei.

Es klang wie ein schönes Märchen, was er da sprachgewandt und gestenreich an die Wand malte: im Jahre 2050 ist er Standard, der Ökolandbau. Bauer werden wollen viele, die Lehr- und Arbeitsstellen auf den Höfen sind knapp und heiß begehrt. Menschen pendeln lustvoll zwischen ihren kopflastigen Halbtag-Bürojobs und den glücklich machenden Stunden in der Landwirtschaft. Agro-Gentechnik ist kein Thema mehr: die hoffnungslos veraltete "Brückentechnologie" hat dem Wissen um Pflanzenkommunikation Platz gemacht, das in umweltverträglichen, sanften Pflanzenschutz Eingang gefunden hat. Das Saatgut ist wieder fest in Bauernhand und jede Region verfügt über eigene standortangepasste Pflanzensorten.
Die Bio-Kontrollen haben deutlich an Bürokratie verloren: statt Rechnungen, Normen und Vorschriften zu prüfen, lauscht der Kontrolleur dem Vogelgesang auf der Hofstelle. Je vielfältiger desto mehr Biodiversität umso besser. Danach zückt er ein Thermometer, misst die Bodentemperatur und hat so einen Indikator für gesundes Bodenleben und schonenden Umgang mit dem Schutzgut Boden.

Wirkliche Probleme haben nur die Landwirtschaftsämter. Die wissen nicht: wohin mit dem vielen Geld, das ihnen die Landwirte rücküberweisen. Subventionen braucht jetzt "keine Sau"!

Irgendwie waren alle ein bisschen davon überzeugt, dass er gar nicht so falsch liegt mit seiner Zukunftsvision, dieser Martin Ott. Motiviert für einen guten, ehrlichen Ökolandbau hat er uns allemal! Und mit seinem abschließenden Loblied auf "d'Chue" - einem Song seiner Band "Baldrian" in astreinem Schwiizerdütsch (für uns im Südwesten null Problem!) - machten wir uns beseelt auf den Heimweg.


Schnapsnase

• 26. Februar 2011

Liebe Internetgäste,

eine Sternstunde des Kuhkomforts im Stall: die bestellte Kuhbürste wird geliefert!
Mittels dieser Einrichtung, einer frei schwingenden, rotierenden Bürste, lassen sich die "Mädels" künftig selbständig das Fell reinigen und massieren. Wellness pur! Wir sind sehr gespannt und montieren mit Hochdruck, um das Teil noch am selben Tag in Betrieb zu nehmen.

Unsere "Rampensau" Ines beweist Mut – und probiert es als erste aus. Wir schauen gebannt zu. Ines drückt ihren Kopf leicht gegen die Bürste, um sich zu scheuern. Ein Wunder der Technik: die Bürste beginnt sogleich zu rotieren, Ines ist erstaunt, aber auch sichtlich erfreut über die Massage. Sie folgt dem Lustprinzip ("mehr, mehr") und wirft sich der Maschine entgegen. Die Bürste schwingt zurück – und für Ines setzt es eine Backpfeife, die sich gewaschen hat.

Knapp eine Woche später weiß die gesamte Herde die Kuhbürste zu bedienen. Punktgenau wird sie über Stirn zum Hals über die Flanke zur Schwanzwurzel lediglich mit Hilfe Positionierung und Druck geführt. Da behaupte jemand, Kühe seien blöd!

Übrigens: euer Trinkgeld der vergangenen Monate (z.B. bei Fleischausgaben) sammelten wir in einer großen Asbach-Flasche und verwendeten es mit zur Finanzierung dieses Freudenspenders. Danke!


Schnapsnase

• 24. Februar 2011

Liebe Internetgäste,

was für eine tolle Woche! Der Brennkurs in Hohenheim machte einen Riesenspaß und bescherte selbst mir als Chemiedepp und Anfängerin viele Erkenntnisse! Hier seht Ihr einen Kollegen aus Österreich beim Degustieren von Bränden im Rahmen des "Sensorik"–Unterrichts. Keine Sorge, der Schnaps wurde nach dem Probieren (meistens) in kleine Eimerchen ausgespuckt. Einige Brände allerdings, wie z.B. ein Kornelkirschenbrand, mundeten so gut, dass man einfach schlucken musste. Alles andere wäre eine Todsünde gewesen.

Ein großes Dankeschön an meine Freundin Tine aus Esslingen für die Schlafstatt und die netten Abende, die sie mir während des Lehrgangs geboten hat.

Herzlichst
Eure Silvia


• 21. – 25. Februar 2011

Schnapsnase
"Alle Äckerle, alle Wiesä, solle uns de Hals nahfliesä!"

Liebe Internetgäste,

ich bilde mich weiter und besuche den fünftägigen Brennereikurs an der Uni Hohenheim.

Nicht, dass ich bald im großen Stil Hochprozentigen unters Volk bringen werde, aber Altbauer und Destillations-Crack Horst kann einen Handlanger beim Schnapsbrennen ganz gut gebrauchen. Fred scheidet hierfür aus, stellen sich ihm doch schon beim Anblick eines "Kurzen" die Nackenhaare. Ich hingegen trinke gerne mal ein Schnäpschen (in Maßen, versteht sich!) und bin vom Maischeduft und Alkoholdampf nach einem Tag in der "Hexenküche" sehr guter Dinge.

Auf dem Stundenplan meines Lehrgangs stehen interessante Kurse wie "Grundlagen der Mikrobiologie", "Destillationstechnik", "Zollrechtliche Fragen" (uiuiui!!), "Spirituosenfehler" und "Sensorische Übungen". Auf letztere bin ich besonders gespannt. Werde ich künftig in der Lage sein, einen sortenreinen Jonagold-Schnaps von einem Boskoop-Brand zu unterscheiden? Werde ich vom Odem eines ohnmächtigen Trinkers Rückschlüsse darauf ziehen können, ob er Topinambur- oder eher Zibartenwasser intus hat?

In jedem Falle gilt: Bildung kann Dir keiner nehmen!

Hoch die Tassen!
Eure Silvia


Obstschnitt

• 20. Februar 2011

Liebe Internetgäste,

wir peppen unsere Obstanlagen mit Neupflanzungen auf.
Weniger beliebte Apfelsorten wie "Gloster" haben wir größtenteils gerodet, auf den frei gewordenen Flächen setzen wir stattdessen für den Bio-Obstbau geeignete und schmackhafte Apfelsorten wie "Topaz", "Pinova" oder "Pilot". Wir ergänzen das Früchte-Sortiment mit weiteren robusten Birnen- und Kirschbäumen und versuchen, über geschickte Sortenwahl die Erntezeit zu verlängern.
Auf dem "Rüttebuckel", unserer größten zusammenhängenden Weidefläche, sollen hochstämmige Walsnussbäume und Vogelkirschen den Milchkühen künftig Schatten spenden. Insgesamt pflanzen wir über 150 Gehölze. Harte Arbeit!
Obstschnitt

• Februar 2011

Liebe Internetgäste,

Stunde um Stunde, Tag um Tag: Fred schneidet die Obstbäume.
Morgens sattelt er die Thermoskanne und den Hochentaster, packt die Hunde ein, schürzt die Lippen zum Abschiedskuss und entschwindet bis zum Sonnenuntergang. Die Ehefrau bleibt allein zurück und sehnt den Frühling herbei. Durchhalten...


Schulobst

• 29. Januar 2011

Liebe Internetgäste,

der Bio-Gemüsehof Hauser aus Dettighofen und wir vom Hof Gasswies machen mit beim EU-Schulfruchtprogramm, welches vom Land Baden-Württemberg durchgeführt wird. Wir beliefern künftig einmal wöchentlich die Werkrealschule Klettgau in Erzingen mit leckerem Obst und Gemüse und hoffen so mitzuhelfen, dass sich die Kinder möglichst früh ein gesundes Essverhalten aneignen


Zalando-Fred

17. Januar 2011

Liebe Internetgäste, liebe Hippies,
 
in einer gemeinsamen Teepause mit Kommunardinnen und Kommunarden kam uns zu Ohren, dass es bei einigen von Euch mit der Selbstversorgung hapert.
Wohl zu viel Gartenfläche für den Anbau halluzinogener Drogen verwendet - so dass jetzt, mitten im Winter, die Dörrfrüchte ausgehen?!
Keine Sorge, die Szene solidarisiert sich!
So beschlossen wir heute in unserer Landkommune, nach kurzer (aber heftiger) Diskussion, Euch leckeres Bio-Rindfleisch zur Verfügung zu stellen.
 
Also: schreit vor Glück - wir schlachten wieder!
 
Auf Wunsch schicken wir Euch gerne die  Sortiments- und super-soziale Preisliste, der Verkaufserlös geht in die Gasswies Gemeinschaftskasse und findet nachhaltige Verwendung.
Rainer wird sich endlich seinen lang gehegten Traum von der eigenen Töpferscheibe erfüllen, ich braucht dringend ein neues Batikkleid und Jesuslatschen (die Sohlen sind durchgetanzt).
 
Die nächste Fleischausgabe ist Anfang Februar, bei Interesse bitte melden. 
Für Veganer sind leckere Äpfel ab Hofgemeinschaft zu haben.

Übrigens: Themenvorschläge für Teepausendiskussionen sind willkommen.
Bei uns herrscht das Konsensprinzip.
 

Peace!

Eure Uschi


Muni
Leih-Bulle Balti

• 10. Januar 2011


Liebe Internetgäste,
 
niemand ist unersetzlich.  
 
Nachdem sich unsere beiden Stiere die letzte Zeit ganz schön hängen ließen und - anstatt um die Gunst der Ladies zu buhlen - einträchtig nebeneinander den Tag mit Fressi-fressi und Bubu-machen vertrödelten, zogen wir als knallharte Landwirtschaftler personelle Konsequenzen.

Ein erfahrener, muskulöser Lover zieht für die kommenden Wochen im Kuhstall ein.
Der schöne Muni vom befreundeten Schlosshof heißt "Balthasar", doch der Name täuscht. Ganz so unschuldig ist er nämlich nicht, der Gute: er zaubert unseren Mädels ein zufriedenes, sattes Lächeln auf die Flotzmäuler. Auf dass die Leidenschaft Früchte trage...


BioKühe
Biokühe im Schneerausch

• 05. Januar 2011

Liebe Internetgäste,

willkommen im Jahr 2011!

Kaum sind die Silvesterraketen verglüht, warten die Nachrichten mit einem neuen Knaller auf.
Ein weiterer Lebensmittelskandal erschüttert Verbraucher und Bauern. Diesmal ist es das krebserregende Dioxin, das über Altfett im Tierfutter den Weg auf unsere Teller gefunden hat.

Wir wissen, dass industrielle Landwirtschaft weder Mensch, noch Tier, noch Umwelt gut tut und dass Teile der Lebensmittelbranche sich mit ihrem kriminellen Potential nicht hinter denjenigen Verbrechern zu verstecken brauchen, die mit Drogen- und Waffenhandel Menschenleben aufs Spiel setzen.

Wir alle haben längst begriffen, dass Abfall im Futter auch das Ergebnis unserer Gier nach Billiglebensmitteln ist, die im Leid bringenden System der Massentierhaltung erzeugt werden.
Die schwer zu verdauenden Konsequenzen der Ernährungsindustrie zeigen u. a. das Buch "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer und der Dokumentarfilm "Food, Inc. - Was essen wir wirklich?".

Wir alle können etwas gegen diesen Wahnsinn tun: fordern wir einen Richtungswechsel in der Agrarpolitik und wenden uns der regionalen Bio-Landwirtschaft zu! "Wir haben es satt."

Auf ein gutes Jahr!

Euer Fredi und Eure Silvia