„Jugend mit Gespür für Natur“

Südkurier 09/2010 
Bild/Text: Sandra Holzwarth



Gemütliche Abende mit Musik und Gesang gehören einfach zum Lagerleben.

Erzingen – Das erste internationale Jugendcamp „Think Green“ fand im August in Erzingen statt. 31 Jugendliche aus Frankreich, Italien, Wien und unserer Region sowie acht Betreuer lebten elf Tage in einem Zeltdorf hinter der Werkrealschule Erzingen und erlebten ereignis- aber auch lehrreiche Tage in der Gemeinde Klettgau.Europäisches und ökologisches Bewusstsein wollten die Jugendarbeiter der vier Nationen bei den Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren fördern.

So war neben einem umfangreichen Sportprogramm auch der Umweltschutz immer ein präsentes Thema. „Der Umweltgedanke liegt im Klettgau quasi vor der Haustüre. Ich bin der Ansicht, dass die Jugendlichen unbedingt auf dieses Thema sensibilisiert werden müssen. Im Camp hatten wir die Möglichkeit, dies ins Alltagsgeschehen aber auch in interessante Ausflüge hineinzupacken und nicht schulmeisterlich an das Thema heranzugehen“. So kaufte die Daily Life Gruppe, welche für Ordnung und das leibliche Wohl der Campteilnehmer zuständig war und täglich neu eingeteilt wurde, ausschließlich Bio-Produkte ein. „Dank einer großzügigen Förderung aus dem EU-Programm „Jugend in Aktion“ war dies möglich“. Eine weitere Arbeitsgruppe bereitete mit Waldarbeitern ein Gebiet im Hardwald für die Anpflanzung junger Bäume vor. „Hier waren vor allem die Großstädter aus Wien begeistert bei der Arbeit. Ein österreichischer Teilnehmer wollte bei jedem Einsatz dieser Gruppe dabei sein“ erinnert sich Lars Kiefer. Bei einem Ausflug nach Freiburg besichtigten die Camp-Teilnehmer die Ökostation und eine Solarsiedlung. Am Bodensee beeindruckten der Besuch eines Solarparks sowie eines Bioenergiedorfes. Eine kleine Gruppe besichtigte den Biohof Gasswies in Rechberg und erfuhr eine Menge über das ganzheitliche Konzept von biologischen Produkten.
Auch die Dekorationsgruppe, welche für ein schönes Ambiente beim Live-Konzert der französischen Band Babiroussa sorgte, bewies ökologisches Bewusstsein und arbeitete ausschließlich mit Naturmaterialien. „Unser Konzept, die Jugendlichen für die Umwelt zu sensibilisieren, ist aufgegangen,“ so Kiefer.

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