Bunte Wiesen – da schlägt unser Herz höher!

streuobstwiese

Schon als Kinder entwickelten wir den Ehrgeiz, möglichst farbige Blumensträuße aus Feld und Flur nach Hause zu bringen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Mit eintönigen Löwenzahnwiesen konnten wir uns noch nie anfreunden. Vielfalt ist auch hier die Devise!




Folgende Pflanzenarten wurden gefunden:

Gräser und Grasartige

Binse Blaugrüne Juncus inflexus
Binse Spitzblütige Juncus acutiflorus
Flaumhafer Avena pubescens
Fuchsschwanz Acker- Alopecurus myosuroides
Fuchsschwanz Wiesen- Alopecurus pratensis
Glatthafer Gewöhnlicher Arrhenatherum elatius
Goldhafer Trisetum flavescens
Honiggras Wolliges Holcus lanatus
Kammgras Wiesen- Cynosurus cristatus

Knäuelgras Gewöhnliches Dactylis glomerata
Lieschgras Wiesen- Phleum pratense
Rispengras Einjähriges Poa annua
Rispengras Gewöhnliches Poa trivialis
Rispengras Wiesen- Poa pratensis
Ruchgras Gewöhnliches Anthoxanthum odoratum
Schwingel Rohr- Festuca arundinacea
Schwingel Rot- Festuca rubra agg.
Schwingel Wiesen- Festuca pratensis
Segge Behaarte Carex hirta
Segge Sumpf- Carex acutiformis
Straußgras Weißes Agrostis stolonifera
Trespe Aufrechte Bromus erectus
Trespe Traubige Bromus racemosus
Trespe Weiche Bromus hordeaceus
Weidelgras Deutsches Lolium perenne


Kräuter und Leguminosen

Ampfer Krauser Rumex crispus
Ampfer Stumpfblättriger Rumex obtusifolius
Bärenklau Wiesen- Heracleum sphondylium
Baldrian Kleiner Valeriana dioica
Bocksbart Wiesen- Tragopogon pratensis
Brunelle Kleine Prunella vulgaris
Ehrenpreis Feld- Veronica arvensis
Ehrenpreis Gemander- Veronica chamaedrys
Ehrenpreis Persischer Veronica persica
Ehrenpreis Thymian- Veronica serpyllifolia
Esparsette Onobrychis viciaefolia
Fingerkraut Kriechendes Potentilla reptans
Flockenblume Wiesen- Centaurea jacea
Gänseblümchen Bellis perennis
Günsel Kriechender Ajuga reptans
Gundermann Glechoma hederaceae
Hahnenfuß Scharfer Ranunculus acris
Hirtentäschel Gewöhnliches Capsella bursa-pastoris

Hahnenfuß Knolliger Ranunculus bulbosus
Hahnenfuß Kriechender Ranunculus repens
Hopfenklee Medicago lupulina
Hornklee Gewöhnlicher Lotus corniculatus
Hornkraut Gewöhnliches Cerastium holosteoides
Kerbel Wiesen- Anthriscus sylvestris
Klee Rot- Trifolium pratensis
Klee Weiß- Trifolium repens
Kratzdistel Acker- Cirsium arvense
Kratzdistel Gewöhnliche Cirsium vulgare
Kümmel Carum carvi
Labkraut Weißes Galium album
Lauch Weinbergs- Allium vineale
Lichtnelke Kuckucks- Lychnis flos-cuculi
Löwenzahn Gewöhnlicher Taraxacum officinale
Löwenzahn Steifhaariger Leontodon hispidus
Luzerne Bastard- Medicago x varia
Mädesüß Echtes Filipendula ulmaria
Margerite Leucanthemum vulgare agg.
Milchstern Dolden- Ornithogalum umbellatum
Möhre Wilde Daucus carota
Nelkenwurz Bach- Geum rivale

Pippau Wiesen- Crepis biennis
Platterbse Wiesen- Lathyrus pratensis
Salbei Wiesen- Salvia pratensis
Sauerampfer Wiesen- Rumex acetosa
Schafgarbe Gemeine Achillea millefolium
Scharbockskraut Ranunculus ficaria
Schaumkraut Wiesen- Cardamine pratensis
Schlüsselblume Echte Primula veris
Storchschnabel Weicher Geranium molle
Storchschnabel Wiesen- Geranium pratense
Taubnessel Weiße Lamium album
Vergissmeinnicht Acker- Myosotis arvensis
Vergissmeinnicht Sumpf- Myosotis palustris
Vergissmeinnicht Wald- Myosotis sylvatica
Wegerich Breit- Plantago major
Wegerich Mittlerer Plantago media
Wegerich Spitz- Plantago lanceolata
Wicke Schmalblättrige Vicia angustifolia
Wicke Zaun- Vicia sepium
Wiesenknopf Kleiner Sanguisorba minor
Witwenblume Acker- Knautia arvensis


Artenreiches Grünland ist nicht nur ein Fest für die Augen. Unseren verwöhnten Rindviechern schmeckt das kräuterreiche Heu schlicht besser und es hat als Dreingabe eine Vielzahl an natürlichen Fittmachern zu bieten: Salbei, zum Beispiel, hilft bei Rinder-Husten oder Schafgarbe bei Pansen-Darm-Problemen.

Unsere möglichst extensive Grünlandnutzung (sachtes Düngen, später erster Schnitt, verminderte Schnittfrequenz) soll gute Standortbedingungen für eine Vielzahl an Gräsern und Kräutern schaffen. Hof Gasswies hat bereits einige besondere Pflanzenstandorte zu bieten: Der südliche „Rüttebuckel“ ist auf dem besten Weg sich in Richtung Halbtrockenrasen zu entwickeln und beim Biotop „Sulzwiesen“ finden sich Nasswiesen mit charakteristischen Arten. Aber auch unsere „Standardwiese“ hat eine recht beachtliche Pflanzenvielfalt aufzuweisen.

Im Mai 2008 trieb sich Udo Christiansen, Geobotaniker, im Rahmen eines Projekts zur Erforschung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Milchkühen einen Tag lang auf unseren Wiesen und Weiden herum. Untersucht werden soll unter anderem, ob ein Zusammenhang zwischen Aufwuchs der Grünflächen und Tiergesundheit besteht. Es galt also die Artenzusammensetzung zu kartieren und wir durften uns an Udos Fersen heften. Es war ein lehrreicher, besonders schöner Tag!